Schweizerische Stiftung für audiovisuelle Bildungsangebote

SSAB

Home
SSAB-Netzwerk
Nationale Strategien
Rechtsgrundlagen
Vorstand SSAB
Mitglieder SSAB
Medienecho
Archiv SSAB
Kontakt

März-Tagungen

März-Tagung 2018
Archiv März-Tagungen

Agenda / Newsletter

Agenda / Newsletter

Stiftungsrats-
versammlungen

Jahresberichte, Protokolle

Innovative Digitalisierungsprojekte

Übersicht
  AlpConnectar
  Gameful Design
  Computational Thinking
  iVideo.education
  Modell F

Wissen online

Wissen online

Swiss Forum for Educational Media (SFEM)

SFEM

Konsultationen

Anhörung RTVV
Anhörung SRG-Konzession
Kulturbotschaft 2016-2019
Urheberrecht
Weitere Anhörungen

Abgeschlossene Projekte

Educational Trendspotting

Vertrieb SSAB Produkte

Bezugsquelle

Mitglieder

Dokumente
Anmeldung
  

Modell F - flexible Bildungsgänge gegen den Fachkräftemangel

In der Schweiz gibt es ein beträchtliches Potenzial an Personen mit viel Berufserfahrung aber ohne adäquate formale Bildungsabschlüsse. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels will der Verein Modell F diese Ressourcen besser ausschöpfen und den Erwerb formaler Qualifikationen in allen Lebenslagen auf individualisierten Wegen ermöglichen.

Bildungs- und Studiengänge für Erwachsene, die mit dem Label "Modell F" zertifiziert sind, anerkennen formal und informal erworbene Qualifikationen ihrer Studierenden. Dies führt zu einer Verkürzung und Verbilligung der Studiengänge. Weil die Studierenden das Lerntempo zudem selbst bestimmen können, sind Bildungs- und Studiengänge mit allen Lebenslagen vereinbar, insbesondere auch mit Arbeitslosigkeit sowie mit Beruf und Familie. Die ursprüngliche Zielgruppe waren gut ausgebildete Frauen, die während der Familienphase auf zeitlich flexible Weise an Modell F-Schulen studieren und abschliessen können. Das Label hat zuerst im Bereich ICT Verbreitung gefunden. Einige Anbieter von ICT Bildungs- und Studiengängen nach Modell F schlossen sich zum Projekt Informa ICT zusammen (http://www.informa-modellf.ch/informa ). Der Verein Modell F (http://www.modellf.ch/) hat mit dem Projekt Informa ein neues standardisiertes Verfahren zur Validierung von Bildungsleistungen auf Tertiärstufe aufgebaut.

Das Verfahren wurde erstmals in der ICT Branche im Kanton Bern umgesetzt: Post IT, SBB IT und das Bundesamt für Informatik BIT haben auf diese Weise über 150 Mitarbeitende schneller und höher qualifiziert. Ab 2015 beteiligten sich auch die Kantone Zürich, Bern, St. Gallen und Solothurn am Projekt mit 63 stellensuchenden Personen im Jahr 2015 und 28 weiteren im Jahr 2016. Modell F wird laufend weiterentwickelt und auf neue Bildungsangebote und weitere Branchen (Engineering, Bau und Wirtschaft) ausgedehnt. Im April 2017 startete die erste Staffel Informa Engineering. Im Rahmen der Fachkräfte-Initiative kommen Bachelor-Studiengänge der HSR Rapperswil und FHNW Technik hinzu sowie auf Stufe Tertiär B die AAB Technikerschule, die Bauschule Aarau, die Kaufmännischen Berufsschulen KV Aarau und das Zentrum Bildung in Baden. Modell F befindet sich derzeit in einer intensiven Entwicklungsphase, in der mit neuen Kreisen Kontakt gepflegt, Prozesse aufgebaut und potenzielle neue Teilnehmende erreicht werden sollen.

Trägerorganisation des Modells F ist der gleichnamige Verein, der sich für flexibel und individuell gestaltete Bildungsgänge einsetzt. 2013 hat er zusammen mit dem Amt beco Berner Wirtschaft das Innovationsprojekt Informa als arbeitsmarktliche Massnahme im Kanton Bern entwickelt. Institutionen wie die Migros Klubschule oder die Fachhochschule Nordwestschweiz wurden bereits mit dem Label Modell F zertifiziert. Finanziell unterstützt wurde die Entwicklung des Labels vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI. Die Organisation des gemeinnützigen Vereins Modell F, mit Sitz in Zürich, befindet sich im Aufbau und der Vorstand wurde stark ausgebaut. Seit 2016 obliegt das Präsidium neu der Nationalrätin Kathrin Bertschy (GLP BE).



[ Zurück ]